Professionelle Unterstützung bei Pornosucht, Kontrollverlust und zwanghaftem Sexualverhalten (CSBD)
Pornografiekonsum ist für viele Menschen ein selbstbestimmter Teil ihrer Sexualität. Bei manchen entwickelt sich jedoch ein Konsummuster, das schwer zu kontrollieren ist: Es nimmt immer mehr Zeit ein, Versuche zur Reduktion scheitern, und Partnerschaft, Beruf oder Wohlbefinden leiden darunter.
Eine Psychotherapie hilft Ihnen, die Hintergründe Ihres Verhaltens zu verstehen, problematische Muster zu durchbrechen und Ihre Selbststeuerung wiederzuerlangen.
Ich bin Gideon Gruber, Psychotherapeut und Supervisor in 1020 Wien. In meiner Praxis unterstütze ich Sie bei problematischem Pornografiekonsum und Schwierigkeiten mit der Impulskontrolle. Im Mittelpunkt steht nicht die moralische Bewertung, sondern die Frage: Welche Funktion erfüllt der Konsum und welche Veränderungen wünschen Sie sich?
[Erstgespräch vereinbaren]
Wann ist eine Psychotherapie sinnvoll?
Nicht die Häufigkeit des Konsums entscheidet über eine Behandlungsbedürftigkeit, sondern die Einschränkung der Selbststeuerung und Ihr persönlicher Leidensdruck.
Eine therapeutische Abklärung ist empfehlenswert, wenn Sie:
- den Konsum wiederholt vergeblich einzuschränken versuchen.
- deutlich mehr Zeit mit Pornografie verbringen als beabsichtigt.
- merken, dass Arbeit, Schlaf, Beziehungen oder Freizeit beeinträchtigt werden.
- Pornografie nutzen, um Stress, Einsamkeit oder unangenehme Gefühle zu regulieren.
- den Konsum trotz erkennbarer negativer Folgen fortsetzen.
- Schwierigkeiten mit Nähe, Intimität und Partnerschaft erleben.
- sich mehr Autonomie im Umgang mit sexuellen Impulsen wünschen.
Hinweis: Eine formelle Diagnose ist keine Voraussetzung, um therapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Pornosucht, Hypersexualität und CSBD – die Einordnung
Der Begriff „Pornosucht“ beschreibt im Alltag meist einen als unkontrollierbar erlebten Konsum. Diagnostisch führt die WHO in der ICD-11 die Compulsive Sexual Behaviour Disorder (CSBD) als zwanghafte sexuelle Verhaltensstörung (Code 6C72) unter den Impulskontrollstörungen.
Problematischer Pornografiekonsum kann eine Erscheinungsform von CSBD sein. Eine ausgeprägte sexuelle Lust oder ein Leidensdruck, der rein aus moralischen Schamgefühlen entsteht, reichen für diese Diagnose jedoch nicht aus. Eine differenzierte diagnostische Einordnung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der ersten Sitzungen.
Über mich & therapeutischer Ansatz
Als eingetragener Psychotherapeut arbeite ich auf Basis einer personzentrierten, humanistischen Grundhaltung. Bei problematischem Konsumverhalten ergänze ich diesen Ansatz durch verhaltensorientierte Strategien, Psychoedukation und Methoden zur Verbesserung der Selbstregulation.
Arbeitsschwerpunkte:
- Problematischer Pornografiekonsum & zwanghaftes Sexualverhalten
- Suchterkrankungen & Impulskontrollstörungen
- ADHS im Erwachsenenalter
- Emotionsregulation, Stress & Selbstwert
Da es kein pauschales Konzept gibt, orientiert sich die Behandlung flexibel an Ihrer individuellen Lebenssituation und Ihren Zielen.
Ablauf des Erstgesprächs
Das 50-minütige Erstgespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen und einer ersten fachlichen Einschätzung. Sie müssen nichts vorbereiten oder sofort Details offenlegen.
Wir klären gemeinsam:
- Das Konsummuster: Häufigkeit, Auslöser und typische Kontrollverlust-Situationen.
- Die Auswirkungen: Einfluss auf Partnerschaft, Beruf, Stimmung und Lebensqualität.
- Die Funktion: Wobei hilft der Konsum aktuell (z. B. Stressabbau, Ablenkung, Erregung)?
- Ihre Ziele: Reduktion, kontrollierter Umgang oder temporäre/dauerhafte Abstinenz.
- Das weitere Vorgehen: Rahmenbedingungen und mögliche therapeutische Schritte.
Alle Inhalte unterliegen der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht.
Therapeutische Methoden
- Personzentrierte Psychotherapie: Schafft einen wertfreien, sicheren Rahmen, um schambesetzte Themen offen zu besprechen und innere Konflikte zu verstehen.
- Verhaltensanalyse: Verstehen von Automatismen (Auslöser
Gefühl
Impuls
Konsum
Wirkung), z. B. mithilfe eines Konsumtagebuchs.
- Impuls- & Emotionsregulation: Achtsamkeitsbasierte Techniken (z. B. Urge Surfing), Unterbrechen von Handlungsketten und Aufbau alternativer Bewältigungsstrategien für Stress oder Anspannung.
- Sexualität & Beziehung: Arbeit an Intimität, Kommunikation und der Entwicklung einer Sexualität, die zu Ihren persönlichen Lebenszielen passt.
Ziele der Therapie
- Wiedererlangung von Selbststeuerung und Handlungsfreiheit
- Gezielte Regulation sexueller Impulse und Verhaltensmuster
- Aufbau gesunder Strategien zum Umgang mit Belastungen
- Stärkung von Beziehungen, Intimität und Lebensqualität
- Konstruktiver Umgang mit Rückfällen
Praxis, Kosten & Kontakt
Praxisadresse: Gideon Gruber – Psychotherapie und Supervision
Ybbsstraße 18/18, 1020 Wien
(Online-Sitzungen nach Vereinbarung möglich)
Kosten & Rahmenbedingungen:
- Erstgespräch: 100 € (50 Minuten)
- Folgesitzungen: 100 € pro Einheit (aktuelle Konditionen werden vor Therapiebeginn geklärt; Abklärung bezüglich Kostenzuschuss der Krankenkasse im Erstgespräch).
- Absageregelung: Kostenfreie Absage bis mindestens 24 Stunden vor dem Termin.
Kontakt:
- Telefon: 0677 632 33 414
- E-Mail: gideon.gruber@pornosucht-therapie.at
Häufige Fragen (FAQ)
Muss ich vollständig auf Pornografie verzichten?
Nicht zwangsläufig. Das Ziel (Abstinenz vs. bewusster, kontrollierter Konsum) definieren wir individuell nach Ihren Bedürfnissen.
Wie lange dauert die Psychotherapie?
Die Dauer richtet sich nach der Ausprägung der Problematik und Ihren Zielen; eine pauschale Zeitangabe ist seriös nicht möglich.
Ist Pornosucht eine offizielle Diagnose?
„Pornosucht“ ist ein Alltagsbegriff. Medizinisch kann das Verhalten unter die Diagnose Zwanghafte sexuelle Verhaltensstörung (CSBD, ICD-11) fallen.
Kann ich auch ohne Diagnose kommen?
Ja. Das Erstgespräch dient genau dazu, Ihre Situation ohne Vorbedingungen abzuklären.

