🧠 Onlinekonsum & Digitale Abhängigkeit
Gerade in der heutigen Zeit ist ein bewusster und reflektierter Umgang mit digitalen Medien von zentraler Bedeutung. Ob morgens als Erstes oder abends als Letztes, bei Müdigkeit, Langeweile oder durch ständige Reizüberflutung – die Gefahr einer Onlinesucht ist allgegenwärtig.
Ein übermäßiger Konsum digitaler Inhalte kann zu sogenanntem digitalem Stress führen. Die Folgen sind vielfältig: Gedankenkreisen, Informationsüberflutung und ein dauerhaft erhöhter Stresspegel.
💻 Das Konzept der Onlinesucht
Der Computer bzw. das Internet kann wie eine Droge wirken. Es entsteht ein emotionaler Konditionierungsprozess, der das dopaminerge Belohnungssystem beeinflusst. Ähnlich wie bei stoffgebundenen Süchten kommt es zu:
- einer schleichenden Dosissteigerung,
- einem Kontrollverlust,
- und bei Unterbrechung des Konsums zu Entzugserscheinungen.
⚠️ Warnzeichen der Onlinesucht
- Unbezwingbares Verlangen nach Onlineaktivität
- Verlust der Kontrolle über Dauer und Häufigkeit des Konsums
- Vernachlässigung grundlegender Bedürfnisse wie Essen, Schlaf und Hygiene
- Die virtuelle Welt ersetzt zunehmend die reale und wird zum Lebensmittelpunkt
🩺 Körperliche Folgen
- Innere Unruhe und Nervosität
- Muskelabbau durch Bewegungsmangel
- Konzentrationsprobleme
- Überanstrengung der Muskulatur
- Schlafstörungen und chronische Müdigkeit
- In Extremfällen: Thrombosegefahr
🧠 Psychische Folgen
- Fixierung auf das Hier und Jetzt
- Verleugnung des Problems
- Ständiges Denken an Onlineaktivitäten
- Schuld- und Schamgefühle
- Einschränkung der freien Gedankenentfaltung
- Rückzug in virtuelle Welten
- Verlust von Interessen und Lebensfreude
🧍♂️ Soziale Folgen
- Zerstörung sozialer Bindungen
- Vereinsamung und Isolation
- Rückgang gesellschaftlicher Aktivitäten
- Verlust sozialer Kompetenzen
- Finanzielle Schwierigkeiten und Schulden
- Probleme im Berufsleben
- Mangelnde Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit
🛠️ Hilfe & Prävention
Gemeinsam erarbeite ich mit Ihnen:
- individuelle Trigger und deren Bewältigung
- Strategien für einen verantwortungsvollen Medienkonsum
- Rückfallprophylaxe durch gezielte Maßnahmen wie:
- Auslöser erkennen und vorplanen
- Wasser trinken als Unterbrechungsimpuls
- Unterstützung annehmen
- Umgang mit negativen Gefühlen
- Schreiben, Ablenkung und Aktivität
- Entspannungstechniken und positive Affirmationen
Im Alltag empfiehlt es sich, das Smartphone bewusst beiseitezulegen – sei es im Bett, im Bad oder im Gespräch. Stattdessen fördern Tätigkeiten wie Haushalt, Bewegung, Hobbys und das Erlernen neuer Fähigkeiten die Selbstregulation und Lebensqualität.
Mein Online Artikel zur Onlinesucht: Link

