🧠 Der „Chaser-Effekt“ bei Pornografie – Was steckt dahinter?
Vielleicht haben Sie schon erlebt, dass kurz nach einer Masturbation – mit oder ohne Pornografie – erneut Lust oder Verlangen aufkommt. Dieses Phänomen wird als Chaser-Effekt bezeichnet.
Was passiert dabei im Gehirn?
- Masturbation und Pornografie aktivieren das Belohnungssystem im Gehirn und führen zu einem starken Anstieg von Dopamin, dem sogenannten „Glückshormon“.
- Das Gehirn verknüpft beide Reize eng miteinander – sie werden zu einem festen Gewohnheitsmuster.
- Nach dem Orgasmus sinkt der Dopaminspiegel rasch ab. Dieser Abfall kann kurzfristig Gefühle wie Leere, Unruhe oder Anspannung auslösen.
- Um diesen Zustand auszugleichen, „verlangt“ das Gehirn nach dem bekannten Kick – also nach erneutem Pornokonsum.
Warum ist das wichtig zu wissen?
- Das schnelle Wiederaufkommen von Verlangen ist keine persönliche Schwäche und bedeutet nicht, dass Sie „unkontrollierbar“ oder „abhängig“ sind.
- Es handelt sich um eine neurobiologische Reaktion, die viele Menschen erleben.
- Wenn Sie den Chaser-Effekt kennen, können Sie bewusster mit diesen Impulsen umgehen – statt ihnen automatisch nachzugeben.
Was können Sie konkret tun?
- Erinnern Sie sich: Das Verlangen ist meist nur kurzzeitig.
- Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit aktiv um – z. B. durch Bewegung, frische Luft oder eine kurze Entspannungsübung.
- Machen Sie sich bewusst: Die Verbindung zwischen Pornografie und Masturbation ist erlernt – und kann mit der Zeit gelöst werden.

