Bei ADHS besteht eine Neigung zu Sucht
1. Impulsivität und Kontrollverlust
ADHS geht häufig mit starker Impulsivität einher. Entscheidungen werden spontan getroffen, ohne lange über die Folgen nachzudenken. Pornografie ist jederzeit verfügbar und bietet schnelle Befriedigung. Dadurch steigt das Risiko, immer wieder nachzugeben und die Kontrolle zu verlieren.
2. Reizsuche und Dopamin
ADHS ist eng mit einer veränderten Dopaminregulation verbunden. Viele Betroffene spüren ein inneres Bedürfnis nach starken Reizen, um Langeweile oder innere Unruhe zu überdecken. Pornografie liefert diese intensiven visuellen und emotionalen Stimuli – und wirkt dadurch besonders verlockend.
3. Emotionale Selbstregulation
Vielleicht nutzen Sie Pornos, um Stress, Frust oder Überforderung kurzfristig zu dämpfen. Das kann sich zunächst entlastend anfühlen, führt langfristig aber oft zu einem Kreislauf: Konsum – Schuldgefühle – erneuter Konsum.
4. Höheres Suchtrisiko
Menschen mit ADHS haben insgesamt ein erhöhtes Risiko für Suchterkrankungen – nicht nur bei Substanzen, sondern auch bei Verhaltenssüchten wie problematischem Pornokonsum. Impulsivität, das Bedürfnis nach starker Stimulation und Schwierigkeiten mit Selbstkontrolle spielen dabei eine entscheidende Rolle.
5. Wege der Unterstützung
- Struktur und Routinen helfen Ihnen, impulsives Verhalten zu reduzieren.
- Therapie oder Coaching kann Ihnen Strategien vermitteln, um sowohl mit ADHS-Symptomen als auch mit Pornokonsum bewusster umzugehen.
- Medikamentöse Behandlung bei ADHS unterstützt die Impulskontrolle und kann indirekt auch den Drang nach exzessivem Pornokonsum verringern.
👉 Fazit: Wenn Sie ADHS haben, sind Sie besonders anfällig für problematischen Pornokonsum. Das ist keine Schwäche, sondern eine Folge neurobiologischer Mechanismen. Wichtig ist, dass Sie beide Aspekte gemeinsam betrachten und angehen. Mit der richtigen Unterstützung ist Veränderung möglich.

